Dem Druck standgehalten

Nach vier Niederlagen in Folge und dem letzten Tabellenplatz in der Verbandsliga Münsterland war allen Emsdettener Spielern klar: gegen den Tabellennachbarn SK Gescher 1 musste am vergangenen Samstag ein Sieg her, alles andere würde den fast sicheren Abstieg bedeuten. Das Team hielt dem Druck stand, vier Partien wurden gewonnen, drei endeten Unentschieden und nur eine ging verloren, am Ende stand ein sicherer 5,5 : 2,5 Sieg (19:13 nach neuer Zählweise) für die 2. Mannschaft des SC Rochade Emsdetten.

Thomas Lücke brachte die 2. Mannschaft auf die Siegerstraße

Zu Beginn geriet Emsdetten allerdings in Rückstand. An Brett 8 war Ersatzspieler Norbert Willermann nicht gut aus der Eröffnung gekommen und verlor schnell zwei Bauern. Als dann auch noch ein Turm verloren ging, gab er auf. Für den Ausgleich sorgte Karl-Heinz Gerighausen an Brett 6. Er hatte im Mittelspiel einen Springer gewonnen und keine Probleme, diesen materiellen Vorteil zu verwerten.

Beim Gleichstand blieb es auch nach dem Ende der beiden nächsten Partien. An Brett 2 stand Mannschaftsführer Andreas Nöring nach Bauernverlust zeitweise unter Druck, konnte aber schließlich den verlorenen Bauern zurückgewinnen und die Partie Remis halten. Das umgekehrte Bild ergab sich an Brett 7, hier hatte Ralf Schulte einen Bauern gewonnen, ließ dann aber seinem Gegner zum materiellen Ausgleich kommen und ins Unentschieden abwickeln.

Erstmals in Führung ging die Rochade-Mannschaft durch den Sieg am Spitzenbrett. Thorsten Weist hatte einen Turm für einen Springer gewonnen und außerdem die Deckung des gegnerischen Königs zerstört, zwei Züge vor dem Matt streckte sein Gegner die Waffen. Bei der knappen Emsdettener Führung blieb es auch nach dem Unentschieden von Gerd Fehlings an Brett 5. Hier wurde die Remisbreite zu keinem Zeitpunkt überschritten, das entstandene Turmendspiel war von keiner Seite zu gewinnen.

Den entscheidenden Punkt zum Mannschaftssieg erzielte Thomas Lücke an Brett 4. Er hatte ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern erreicht. Als er den Abtausch des verbliebenen Turms erzwang, wollte sein Gegner sich den Rest nicht mehr zeigen lassen und gab auf. Den Schlusspunkt setzt Mona Lehmann mit ihrem Sieg an Brett 3. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie gelang ihr im Endspiel die Bildung eines Freibauern im Zentrum. Als dessen Umwandlung nicht mehr aufzuhalten war, gab ihre Gegnerin auf.

Mit diesem Erfolg hat sich die Mannschaft auf den vorletzten Tabellenplatz geschoben. Doch der Abstieg ist noch längst nicht vom Tisch, dazu muss in jedem Fall auch das nächste Spiel am 21. Februar bei der Erstvertretung der Schachfreunde Beelen gewonnen werden.

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