Enttäuschendes Unentschieden zum Saisonauftakt

Mit einem enttäuschenden 4-4 Unentschieden startete die 1. Mannschaft des Schachclub Rochade Emsdetten in die neue Saison der Regionalliga. Der Punktgewinn gegen das nominell wesentlich schwächere Team von Turm Raesfeld/Erle war aufgrund des Verlaufs der meisten Partien sogar noch eher glücklich zu nennen. Wenn die Emsdettener ihr Ziel, Platz 1 und direkter Wiederaufstieg in die NRW-Liga, wirklich erreichen wollen, ist in den nächsten Mannschaftskämpfen eine deutliche Leistungssteigerung nötig.

Beide Teams waren mit je zwei Ersatzspielern angetreten. An Brett 8 lies Ansgar Teschler einen Königsangriff seines Gegners zu und musste nach etwa zweieinhalb Stunden seine Partie aufgeben. Etwas Glück hatte Adrian Delere am siebten Brett. In schlechterer Stellung erreichte er wenig später ein Remis durch dreimalige Zugwiederholung.

Am dritten Brett gelang Leonhard Ortmeier der 1,5-1,5 Ausgleich. Auch er stand nach der Eröffnung schlechter, sein Gegner überschätzte seine Stellung jedoch und opferte inkorrekt eine Figur für einen Königsangriff. Leonhard Ortmeier behielt die Nerven und brachte den vollen Punkt sicher nach Hause.

Holger Lehmann spielt die einzig überzeugende Partie des Mannschaftskampfs

Die einzig überzeugende Partie des Tages lieferte Holger Lehmann am zweiten Brett. Mit den weißen Steinen behielt er auch nach der Eröffnung ständig die Initiative, konnte den gegnerischen König nach erfolgreicher Öffnung der Stellung mattsetzen und Emsdetten erstmalig mit 2,5-1,5 in Führung bringen.

Am fünften Brett verpasste Simon Hiller mehrfach die Chance, die Emsdettener Führung weiter auszubauen und musste am Ende trotz Mehrbauer sogar noch um das Remis bangen. Er hatte einen gefährlichen Angriff der Schwerfiguren des Gegners zugelassen. Dieser war jedoch nach der ersten Zeitkontrolle mit einem Unentschieden zufrieden.

Thomas Lemli (Brett 6) baute die Führung mit einem wiederum eher glücklichen Punktgewinn aus. Er hatte in einer positionellen Partie zwar immer leichten Vorteil, konnte diesen aber nie entscheidend ausbauen. Dann überschritt sein Gegner genau im 40. Zug die Zeit, und Emsdetten führte mit 4-2 Brettpunkten.

An Brett 1 versuchte der Internationale Meister Alexander Kabatianski sechs Stunden lang, die Festung seines Gegners zu knacken. Aber statt nun mit einem Remis den Mannschaftssieg zu sichern, überzog er seine Stellung, verlor zwei Bauern und musste anschließend aufgeben.

In der verbleibenden Partie am vierten Brett kämpfte Achim Müller beim Stand von 4-3 sechseinhalb Stunden, um den Sieg zum Saisonauftakt zu sichern. In ausgeglichener Stellung hatte er kurz vor der ersten Zeitkontrolle in gegnerischer Zeitnot die Stellung verkompliziert. In dem entstandenen, sehr komplexen Endspiel reichte jedoch ein Fehler. Mit guter Technik konnte der Raesfelder Spieler seinem Team nach 85 Zügen mit einem Sieg das 4-4 Unentschieden sichern.

 

 

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