Dez 22 2014

Derby ohne Sieger

In der Schach-Bezirksliga stand das Emsdettener Stadtderby auf dem Spielplan – die 3. Mannschaft des SK Turm empfing die Drittvertretung des Ortsrivalen SC Rochade. Bei optimalen Spielbedingungen auf Hof Deitmar waren alle 8 Bretter hart umkämpft. Die erste beendete Partie gab es am letzten Brett, als besonderes Highlight wurde hier das Duell Vater (Peter, für Rochade) gegen Sohn (Leonard, für SK Turm) Ortmeier ausgetragen. Letzterer zeigte sich bestens präpariert und ließ seinem Vater keine Chance, obschon dieser von der Papierform her Favorit war. Ein rasanter Angriffswirbel zerhackte die Deckung des Königs und erzwang Materialgewinn – 1:0 für den SK Turm.

Wenige Minuten später erzwang Philipp Wissing die 2:0 Führung gegen Johnny Hampsink, nachdem der Rochade-Spieler eine Abwicklung verpatzt hatte und eine Figur aufgeben musste, um einen vorgerückten Freibauern noch aufzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt bahnte sich ein deutlicher Sieg für die Gastgeber an, da diese auch an den Brettern 2 (Sven Wehmeier) und 4 (Tobias Langhorst) starken Angriff hatten, während Rochade noch nichts zählbares vorweisen konnte.

Vorzeigetalent Adrian Deleré an Brett 6 erzielte jedoch zunächst den Anschlusstreffer für Rochade. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie konnte er gegen Turm-Spieler Christian Plagge eine leichte Initiative im  Endspiel erringen, trieb einen Freibauern nach vorne, und demonstrierte erfolgreich die Unbeholfenheit eines Springers im Kampf gegen diesen Bauern.

An Brett 2 ließ Wehmeier einen taktischen Schlag aus und wurde prompt bestraft, da Thomas Hummel ein Dauerschach und somit eine Punkteteilung erzwingen konnte. Wenn die eine Mannschaft ihre Chancen nicht nutzt, kommt oft der Konter, so auch hier in Form eines überzeugenden Weiß-Sieges durch Wouter Lardinois gegen Routinier Reinhard Lüke am Spitzenbrett – Ausgleich zum 2,5:2,5. Jetzt schien Rochade im Vorteil zu sein, denn Erich Pfeiffer hatte sich an Brett 4 aus seiner Umklammerung befreien können und konnte seine Partie gegen Langhorst remis halten.

Jörg Siebald hatte sich im Duell der Mannschaftsführer an Brett 3 gegen Olaf Biehl deutlichen Vorteil herausgespielt, und auch Klaus Weßendorf stand an Brett 5 mit zwei Mehrbauern gegen Kai Echelmeyer vor einem Erfolg. Während diese Partie auch ihr logisches Ende fand, verlor Siebald bei knapp werdender Bedenkzeit im Taktikdschungel den Überblick und stellte Material ein.

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Somit lautete der Endstand 4:4 Unentschieden, beide Mannschaften stehen jetzt mit 50% Punktausbeute im Mittelfeld der Tabelle

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